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Berichte · Sektion A

Jugendliche sprechen mit Zeitzeugen

"Ich wollt mich nochmal melden und sagen, dass ich das Erinnerungsparlament toll fand. Ich habe dabei etwas gelernt. Und vor allem kann ich jetzt sagen 'ich habe schon mit Zeitzeugen gesprochen!'"

E-Mail einer Schülerin, 16 Jahre
Am Vormittag fanden parallel vier Workshops mit Zeitzeugen statt. Jeweils 15 bis 25 Jugendliche nahmen an diesen Veranstaltungen teil.

Workshop A 1

Hans Negel, Nürnberg

(Moderation: Gesa Büchert, KPZ, Nürnberg)

Herr Negel (* 1927) erlebte das "Dritte Reich" in Nürnberg. Da er sich nicht im geforderten Maß für die Hitlerjugend begeistern konnte, bekam er bald die Kehrseite des "Begeisterungs"-Regimes zu spüren. Heute engagiert er sich in der Erinnerungsarbeit, vor allem mit Jugendlichen.

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Workshop A 2

Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg

(Moderation: Anja Prölß-Kammerer, KJR Nürnberg-Stadt)

Herr Hamburger wurde 1923 in Nürnberg geboren. Im Alter von 16 Jahren emigrierte er nach Palästina und diente dann in der britischen Armee. Nach Nürnberg zurückgekehrt nahm der heutige Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde als Dolmetscher an den Nürnberger Nachfolgeprozessen teil. Arno Hamburger hat viel gegen das Vergessen und gegen die Erneuerung antisemitischer Tendenzen in Deutschland getan.

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Workshop A 3

Franz Rosenbach, Verband Deutscher Sinti und Roma

(Moderation: Hiltrud Grunow, Verband deutscher Sinti und Roma)

Wegen seiner Herkunft als Sinto wurde Herr Rosenbach (*1927) als Jugendlicher in das KZ Auschwitz deportiert. Er hat dort sowie in den Lagern Buchenwald und Dora-Mittelbau gelitten und überlebte den Todesmarsch nach Hamburg-Neuengamme. Heute setzt er sich für Sinti und Roma als Glieder der deutschen Gesellschaft ein. Auch persönlich musste er erfahren, dass Diskriminierung eine Realität geblieben ist.

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Workshop A 4

Eva Rößner, Nürnberg

(Moderation: Gaby Franger-Huhle)

Als Tochter eines jüdischen Vaters, der im Untergrund gegen das NS-Regime arbeitete, durchlebte und überlebte Frau Rößner (*1926) eine Kindheit und Jugend am äußersten Rand der nationalsozialistischen Gesellschaft. Leidenschaftlich mit ihrer Heimatstadt Nürnberg verbunden leitet Frau Rößner aus ihren Erfahrungen die Verpflichtung für aufrichtiges politisches Engagement ab.

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