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Forum · Erinnerungspositionen

Positionen, Perspektiven, Analysen zur Erinnerung in Deutschland

Carmen Deiwick (* 1977) .::Zur Übersicht::.

Mich persönlich hat die Geschichte gelehrt, mein Gewissen intensiv zu schulen und nicht von anderen prägen zu lassen, auch wenn sie die Mehrheit bilden. Leider fällt es mir auch in den Medien auf, dass versucht wird, die Meinung der Masse zu prägen.

Deswegen vergrößert sich der Wert einer Erinnerung, wenn sie nicht lediglich in Stein gehauen ist, sondern tief in unserem Gedächtnis und vor allem in unserem Gewissen verankert ist.

Deshalb ist Jugendarbeit sehr wichtig. Ein Kind/Jugendlicher darf nicht erst in der Schule mit dem "Wort" Gewissen konfrontiert werden. Da könnte es schon zu spät sein, wenn die Mehrheit anders wie gewünscht denkt/handelt.

Wie etliche Zeitzeugenberichte zeigen, konnten selbst kleine Kinder geschult werden, "Recht und Unrecht" zu "unterscheiden" und mutig für ihre Meinung einzustehen.

Eine große Hilfe war dabei oft die Bibel, denn sie zeigt uns in Zeiten, in denen wir vor schwerwiegenden Entscheidungen stehen, wo die essentiellen Dinge liegen. Die Grundsätze, die Gott uns für unser Leben vermittelt hat, haben schon immer zur eigenen Selbstachtung, zum Respekt vor dem anderen und zum Frieden beigetragen. Das hat uns unter anderem auch die Geschichte gezeigt.

Die Verfasserin ist eine Zeugin Jehovas. Sie engagiert sich dafür, dass das Festhalten von Jehovas Zeugen an ihren Glaubensgrundsätzen (u. a. Verweigerung des Kriegsdiensts) auch während des "Dritten Reichs" und die daraus resultierende Verfolgung nicht vergessen werden.
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